14. November 2016 Hunsrückbahn-Wanderweg 

 

 

Es war einer dieser letzten schönen Herbst-Novembertage, eiskalt aber sonnig.

Endlich wollte ich mal den Hunsrückbahn-Wanderweg laufen. Hab ja lang genug Anlauf genommen.

 

In Emmelshausen am Bahnhof (praktisch, wenn man da wohnt) ging's am Schützenhaus vorbei in den Wald. Hier steht auch schon das erste Hinweisschild (bis Boppard-Bahnhof 16,7 km). Das ist zu schaffen.

Vorbei an einer schönen kleinen Waldkapelle ging's immer entlang der Bahnstrecke weiter. Bald schon erreichten wir Ehr. Hier machten wir unseren ersten Rast und genossen eine kleine Weile die Aussicht. 

 

 

 

Von hier sollte es eigentlich recht zügig weiter bis Bahnhof-Fleckertshöhe gehen. Eigentlich, denn entweder habe ich ein Hinweisschild übersehen oder es hat gefehlt, jedenfalls sind wir einen kleinen Umweg um den Mermischerhof gegangen. Wir kamen dann doch irgendwann noch am Bahnhof-Fleckertshöhe an. Ich muss dazu sagen, dass ansonsten der komplette Wanderweg sehr gut ausgeschildert ist.

 

Vom Bahnhof-Fleckertshöhe geht es weiter über den geteerten Radweg am Industriegebiet Hellerwald vorbei bis Bahnhof-Buchholz. Dieser Streckenabschnitt finde ich nicht so prickelnd, ist aber auch recht kurz.

 

 

 

Direkt hinter dem Bahnhof von Buchholz überquert man die Autobahn (natürlich über eine Brücke) und geht ein Stück durch den Ruhewald, was auch wirklich eine Wohltat ist, nachdem man das komplette Industriegebiet durchschritten hat (und erst recht wochentags, wenn alles am arbeiten ist).

 

 

 

Nach ca. 2,5 km (ab Bahnhof Buchholz) erreichen wir die "Liesenfeld's Schutzhütte" mit einem herrlichen Blick auf das Hubertus-Viadukt. Leider habe ich den Zeitpunkt verpasst, bei dem der Zug über das Viadukt fährt (wär aber auch zu kitschig gewesen). Auf dem Hinweisschild in der Hütte stehen übrigens die genauen Zeiten, wann der Zug hier entlang fährt.

 

 

 

 

Weiter geht es bergab unter dem Hubertusviadukt hindurch um nach einem kleinen Abhang wieder bergauf zu wandern. Dies hat sich mir erst nicht erschlossen (warum bergauf wandern, wenn Boppard doch unten liegt?), aber nach einem kurzen Anstieg wusste ich es. Hier hat man einen schönen Blick auf die Einfahrt in den Rauherbergtunnel und nach weiteren 5 Minuten auf den Talbergtunnel. Es geht noch weiter (teils auf der Elfenlay-Traumschleife) durch den Wald, bis wir an einer Ruhebank zum erstenmal die Rheinschleife bei Boppard sehen. Nach weiteren Ausblickspunkten (Kurt-Alich-Blick, Heinz-Bach-Eck) auf Boppard erreichen wir dann endlich nach ca. 5 1/2 Stunden und etwas mehr als den angegeben 16 km (Extraschleife um den Mermischerhof) den Bahnhof in Boppard. 

Bergauf fahren wir dann aber mit der Bahn! 

 

 

 

FAZIT:

Sehr schöner Wanderweg mit guter Beschilderung. Die letzten paar Kilometer vor Boppard mit teilweise sehr schmalen und steilen Pfaden müsste man nicht unbedingt gehen (vor allem, wenn man alleine ist und zwei Hunde an der Leine hat sehr schwierig). Man sollte unbedingt Verpflegung mitnehmen, da es auf dem gesamten Weg keine Einkehrmöglichkeiten gibt (es sei denn man verlässt in den Ortschaften den vorgeschriebenen Weg).